Wie mechanische Kräfte Knochenbrüche heilen und angeborenen Hüfterkrankungen vorbeugen

27. November 2021 | Fachbeiträge

Bewegungen, Druck- und Spannungskräfte aus der Umgebung liefern infolge des Piezoeffekts elektrische Energie für das Wachstum neuen Gewebes. Dafür gibt es in der klinischen Medizin typische Beweise. Druckmechanische Prinzipien fördern die Generierung der Knochen bildenden Zellen bei operativen Osteosynthesen wie Nagelungen, Verschraubungen und Verplattungen. Bei Verlängerungs- oder Verkürzungsoperationen an Ober-oder Unterschenkeln nutzt man Druck- und Zugkräfte äußerer Spanner.

Spezielle Expander stimulieren durch Zugspannung vermehrte Zellteilungen und generieren so neues Gewebe. Der plastische oder onkologische Chirurg gewinnt mit dieser Technik Hautmaterial zur Deckung selbst größerer Defekte. Auch die Spreizhosenbehandlung bei Säuglingshüftdysplasie ist eine Mechanotherapie. Das Knochenwachstum der zu flachen Pfanne wird durch den Abspreizdruck des Hüftgelenkkopfes so gelenkt, dass Osteoblasten (Knochen bildende Zellen) den Hüftgelenkkopf mehr und mehr „umfassen“ und eine gesunde Pfannenform der Hüfte heranreift.

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